Ein Buch in 48 Stunden?

Wie ein Wochenende 50 Impulse für die Arbeitswelt von morgen schuf und „Faszination New Work“ entstand

Die besondere Energie eines Book Sprints

Stell dir vor: Du triffst dich mit zwei Dutzend Menschen an einem Wochenende.
Alle bringen ihre Expertise mit – aus Digitalisierung, Beratung, Führung, HR und Organisationsentwicklung. Keiner schreibt nur für sich, keiner nur für ein Kapitel. Gemeinsam schafft ihr etwas, das größer ist als die Summe aller Teile: ein ganzes Buch.

Genau das ist ein Book Sprint: Ein Buch in Schnellverfahren.
Aber nicht im Sinne von „hingerotzt“. Sondern im Sinne von: fokussiert, intensiv, kollaborativ – mit maximaler Energie.

Genau so ist Faszination New Work: 50 Impulse für die neue Arbeitswelt entstanden – in einem Book Sprint. Einem intensiven, kollaborativen Format, bei dem Experten gemeinsam in kürzester Zeit ein Buch verfassen, bearbeiten und publizieren.

Und was in anderen Kontexten Wochen oder Monate dauern würde, wurde hier an einem Wochenende Wirklichkeit. Innerhalb weniger Tage vereinten 25 Fachleute ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Ideen zur Zukunft der Arbeit in einem praxisorientierten Leitfaden – von agilen Feedbacksystemen bis zu innovativen Formen der Zusammenarbeit.

Was genau ist nun ein Book Sprint – und warum funktioniert er so gut?

Ein Book Sprint ist im Prinzip eine Art Unkonferenz und lässt sich auch mit einem kreativen Workshop vergleichen, der direkt ins Ergebnis mündet: statt Vorträge zu halten, schreiben alle Teilnehmenden über ihr Spezialgebiet, tauschen sich aus, reflektieren gemeinsam und schaffen in kurzer Zeit ein vollständiges Werk. Von der Konzeption über die Struktur bis zum Feinschliff. Gemeinsam. In Echtzeit.

  • Teamarbeit statt Einzelkämpfertum: Im Sprint entsteht ein lebendiger Austausch zwischen unterschiedlichen Perspektiven.

  • Direkte Anwendung statt langer Planung: Die Inhalte werden nicht erdacht, sondern erlebt, reflektiert und geschrieben – live, gemeinsam, in einem intensiven Prozess.

  • Gemeinsame Identität: Durch den gemeinsamen Schreibprozess entsteht mehr als ein Buch – es entsteht ein Netzwerk, das weit über das Wochenende hinaus wirkt.

Dieses kollaborative Erlebnis macht den Buchentstehungsprozess zu einem Modell für die neue Arbeitswelt selbst: agil, vernetzt, selbstorganisiert.

So geht New Work – nicht nur als Thema, sondern als Methode

Die Frage, die uns innerhalb unseres Book Sprints antrieb:
Wie sieht die Arbeitswelt von morgen aus? Und was bedeutet das konkret für Führung, Organisation, Kultur und Zusammenarbeit?

Es ging los:

Freitag: Ankommen, Netzwerken, Warm-up, Erwartungsspannung

Der Start war bewusst nicht rein produktiv.

Freitagabend trafen sich alle zum ersten Kennenlernen. Netzwerken. Warm-up-Methoden. Kleine kreative Impulse. Pinboards voller Gedanken, Ideen, Thesen.

Die Erwartungen waren so bunt wie die Gruppe selbst. Dien meisten kannten sich nicht.

Einige standen bereits in den Startlöchern und wussten genau, was sie schreiben wollten.
Andere fragten sich ernsthaft, wie kreatives Schreiben in einer so großen Gruppe überhaupt funktionieren soll.
Manche hatten noch keine konkrete Vorstellung davon, wie ihr Beitrag aussehen könnte.

Und das war völlig in Ordnung.

Denn New Work beginnt nicht mit perfekten Konzepten.
Sondern mit Vertrauen.

Samstag und Sonntag: 48 Stunden Fokus

Das ganze Wochenende war geprägt von Intensität.

Leises Schreiben. Lautes Schreiben. Konzentrierte Diskussionen. Wildes Brainstormen. Kleine Impulsvorträge zwischendurch – geplant oder spontan selbstorganisiert. Gemeinsames Strukturieren. Feedback in Echtzeit. Absätze, die wieder verworfen wurden. Gedanken, die plötzlich zu Kapiteln wurden. Menschen, die allein über ihr Thema schrieben. Andere, die sich fanden und gemeinsam zu Autoren wurden.

Innerhalb von 48 Stunden entstand ein Buchgerüst – und jeder Text war bereits zu rund 50 Prozent geschrieben.

Alle waren am Ende ziemlich groggy.

Aber auch: glücklich. Und inspiriert.

Weil aus einzelnen Perspektiven ein gemeinsames Bild entstand. Weil aus Ideen konkrete Impulse wurden. Weil spürbar war: So fühlt sich Zusammenarbeit auf Augenhöhe an.

Das Vorbild: Mut zum Neustart

Inspiriert hat uns unter anderem das Projekt http://ExecuteBook.com .

Dort hatten sich die Autoren selbst eine Frist von zehn Tagen gesetzt. Nach sieben Tagen kam die bittere Erkenntnis: So wird das nichts. Das Projekt war gescheitert.

Also warfen sie alles weg. Komplett. Und starteten neu.

Innerhalb von drei Tagen lieferten sie ein fertiges Buch – pünktlich auf die Minute.

Diese Geschichte zeigt, was möglich ist, wenn man bereit ist, radikal zu denken und konsequent zu handeln. Genau dieser Spirit steckte auch hinter unserem Book Sprint.

Nach dem Sprint: Zwei Wochen Feinschliff

Auch wenn das Herzstück in 48 Stunden entstand – ganz ohne Nacharbeit geht es nicht.

In den zwei darauffolgenden arbeitsintensiven Wochen finalisierte jede Autorin und jeder Autor den eigenen Beitrag. Eine Journalistin redigierte jeden einzelnen Arbeit in Feinarbeit. Was am Wochenende bereits zur Hälfte stand, wurde geschärft, strukturiert und auf den Punkt gebracht.

Hinzu kamen Experteninteviews, die das Buch mit weiteren praktischen Impulsen anreicherten.

„Faszination New Work“ – Impulse statt Theorie

Das Ergebnis dieses Book Sprints ist ein Praxisbuch, das keine abstrakten Utopien zeichnet, sondern zeigt, wie New Work bereits heute in Unternehmen, Teams und Organisationen sichtbar wird.

In 50 klaren Impulsen – darunter Beiträge, Interviews und Denkanstöße – beleuchten die Autor*innen Themen wie:

  • Lernen in der Organisation

  • Agile Führung und Feedbackprozesse

  • Gesundheitskultur und neue Arbeitsmodelle

  • Nutzerzentriertes Personalmarketing

  • Vergütungssysteme der Zukunft

Und das alles nicht als theoretisches Lehrbuch, sondern als lebendige Sammlung von Ideen, die inspiriert haben, konkrete Schritte zu gehen.

Warum dieser Book Sprint mehr als ein Buch ist

Ein Book Sprint ist mehr als eine kollaborative Schreibsession. Er ist ein Modell dafür, wie Wissen heute entsteht:

  • Gemeinsam statt alleine: Menschen mit unterschiedlichen Backgrounds entwickeln gemeinsam Inhalte – schnell, offen und auf Augenhöhe.

  • Agil denken, agil handeln: Der Sprint spiegelt Prinzipien wider, die auch New Work selbst beschreibt: lernende Netzwerke, Selbstorganisation, Flexibilität.

  • Inspiration für neue Wege: Die Beiträge im Buch sind weniger dogmatische Vorschriften als Impulse – Anregungen zum Nachdenken, Ausprobieren und Weiterentwickeln.

Wer dieses Buch liest, bekommt nicht nur Wissen geliefert – sondern erlebt auch ein Stück „New Work“ im Kern. (Kommentar von Thalia)

Von der Idee zum Praxisbuch: „Booksprint“ als Format der Zukunft

Dass Faszination New Work in einem Book Sprint entstanden ist, macht es zu einem lebendigen Beispiel dafür, wie kollaboratives Arbeiten heute funktionieren kann: schnell, gemeinschaftlich, praktisch.

Und vielleicht ist genau das das größte Learning aus diesem Projekt: Nicht nur über neue Arten des Arbeitens zu sprechen – sondern sie zu leben. Ein Book Sprint ist dafür mehr als ein Mittel zum Zweck: Er ist ein Experiment, ein Lernraum, ein Modell für Zusammenarbeit in der digitalen und vernetzten Arbeitswelt.

Hier geht es zum Buch

Wenn du Lust bekommen hast, mal an einem Book Sprint teilzunehmen – oder selbst ein gemeinsames Buchprojekt mit Experten gestalten möchtest – dann lass dich inspirieren von Faszination New Work und dem kreativen Spirit dieses besonderen Wochenendes. Vielleicht ist genau das der perfekte Start für dein nächstes gemeinsames Projekt.

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